Was eine Website wirklich kostet und wovon der Preis abhängt
Kaum eine Frage bekomme ich öfter gestellt, und kaum eine lässt sich schlechter pauschal beantworten. Trotzdem will ich es versuchen, denn die Preisspanne am Markt verunsichert viele: Derselbe Wunsch, eine Firmen-Website, wird mal mit 500 und mal mit 50.000 Euro beziffert.
Die vier Faktoren, die den Preis wirklich treiben
Umfang und Struktur. Eine Seite mit fünf Unterseiten ist schneller gebaut als ein Auftritt mit dreißig Leistungsseiten, Standorten und Rechner. Der Umfang ist der ehrlichste Preisfaktor, weil er direkt Arbeitszeit bedeutet.
Inhalte. Der stille Kostenblock. Wenn Texte und Bilder fertig vorliegen, geht es schnell. Wenn beides erst entstehen muss, steckt darin oft mehr Arbeit als im Design. Gute Texte entscheiden mehr über Anfragen als jede Gestaltungsentscheidung.
Individualität. Eine angepasste Vorlage kostet weniger als ein eigenes Design, das zu Ihrem Unternehmen entworfen wird. Beides kann richtig sein. Ehrlich wird es dann, wenn der Anbieter sagt, was er tut, statt eine Vorlage zum Custom-Preis zu verkaufen.
Das Ziel. Eine Seite, die nur da sein soll, ist günstiger als eine, die bei Google gefunden werden und Anfragen bringen soll. Sichtbarkeit und Conversion sind eigene Disziplinen, die Planung, Recherche und Erfahrung brauchen.
Woran Sie fragwürdige Angebote erkennen
Vorsicht bei Angeboten ohne einzige Rückfrage zu Ihrem Geschäft: Wer nicht fragt, was die Seite erreichen soll, verkauft eine Schablone. Vorsicht auch bei monatlichen Mietmodellen ohne Eigentum, bei denen die Seite nach drei Jahren mehr gekostet hat als ein Kauf und Ihnen trotzdem nichts gehört. Und bei “SEO inklusive” für einen Pauschalbetrag von 50 Euro: Ernsthafte Suchmaschinenarbeit gibt es zu dem Preis nicht.
Ein faires Angebot erkennen Sie daran, dass es Positionen erklärt statt versteckt, dass Eigentum an Domain und Website bei Ihnen liegt und dass der Anbieter Ihnen auch sagt, was Sie NICHT brauchen.
Die laufenden Kosten nicht vergessen
Hosting, Domain, Updates und kleine Änderungen: Kalkulieren Sie realistisch mit einem laufenden Posten. Bei schlanker Technik ist er klein, bei aufgeblähten Systemen wird er zum Dauerärgernis. Fragen Sie vor der Beauftragung, was der Betrieb pro Jahr kostet, nicht erst danach.
Mein Fazit
Der Preis einer Website ergibt sich aus Umfang, Inhalten, Individualität und Ziel. Vergleichen Sie nie nur Endsummen, sondern immer, was dahintersteckt. Und misstrauen Sie jedem Angebot, das ohne eine einzige Frage zu Ihrem Geschäft entsteht: Es kann nicht passen, weil niemand weiß, worauf es passen soll.
Was würde Ihre Website kosten?
Beantworten Sie ein paar kurze Fragen, ich nenne Ihnen einen ehrlichen Preisrahmen.
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